„Das geht aber wirklich........
auf keine Kuhhaut!“ sagt man einfach so und weiß gar nicht, was es bedeutet. Dass es eine Redewendung in antiken Zeiten war, die sich auf lange Historien bezog, die nicht auf dem Pergament einer einzigen Kuhhaut festgehalten werden konnte, muss man erst einmal wissen.
Jemandem ans Leder wollen
Auch der Ausdruck „Er will mir ans Leder!“ ist bekannt und ein nicht gern gesagter Ausspruch, war er doch einst auch genauso gemeint. Denn wer so etwas sagte, hatte Angst, dass ihn jemand tätlich angreifen wollte, sogar Morddrohungen damit äußerte Und darauf konnte man sagen: „In seiner Haut möchte ich aber nicht stecken!“, das heißt, dass man nicht in dessen Situation sein wollte.
Jemandem das Leder gerben
Will man wen mal so richtig verprügeln, will man „ihm das Leder gerben“.
Zäh wie Leder
Hat Muttern das Fleisch nicht richtig gebraten und man muss stundenlang darauf herum kauen, dann ist es „zäh wie Leder“. Ist man allerdings widerstandsfähig gegen jede Erkältung, auch wenn alle drumherum niesen und husten, dann ist man genauso „zäh wie Leder“. Genauso, wenn man einfach auch die schwierigste Situation meistert, passt der Ausdruck und wird oft verwendet.
Vom Leder ziehen
Wenn jemand einen anderen scharf kritisiert und über ihn Unwahrheiten verbreitet, dann „zieht er einen vom Leder“. Aber auch der prahlende Angeber, der ein Rad schlägt wie ein Pfau, „zieht vom Leder“ genauso wie jemand, der lautstark seine Meinung äußert
Ein dickes Fell haben
Wer unempfindlich zu sein scheint, der hat ein richtig „dickes Fell“ und hält jeder Kritik ein Schulterzucken entgegen. Wer „den Pelz aufteilt, bevor der Bär erledigt ist“, der freut sich zu früh auf seine neuen Stiefel und kann böse dabei auf die Nase fallen, wenn er dann doch barfüßig gehen muss. „Arschleder“ trugen die Bergleute einst auf ihrem Allerwertesten, um sich vor dem Tropfwasser in den Stollen zu schützen, wenn sie durch diese hindurchkrochen und so besonders Nierenproblemen vorbeugten.
Mir juckt das Fell
Wem „das Fell juckt“, der hat Aggressionen, die er irgendwie los werden muss - das kann dann sehr unangenehm werden für denjenigen, der sich in dessen Nähe befindet. Trägt man seine „eigene Haut zu Markte“ meint man damit nicht den Pelzmantel, sondern, dass man selbst verantwortlich ist für die eigenen Aktionen. So ist die Haut, das Leder, seit jeher im alltäglichen Sprachgebrauch vertreten.